|
|
|
|
|||||||||
– Stand: Mitte Dezember 2020 –Die aktuellen Corona-Verordnungen umfassen u. a.: Schließung der Kultur-Einrichtungen, keine Konzerte und nächtliche Ausgangssperre in Baden-Württemberg; lediglich Gottesdienste dürfen besucht werden und mit Musik mitgestaltet werden. Damit Kultur wieder in Gang kommt, bevor sämtliche Kulturschaffenden nur noch Regale im Supermarkt befüllen oder für Belästigungsfirmen herumtelefonieren, bitten auch wir:
Wir tun das auch. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, das Einhalten von Abstand und das Vermeiden vermeidbarer direkter Kontakte (und die Verlagerung dieser auf Telefon, Brief, E-Mail, Video-Treffen o. Ä.) sind einfache und wirkungsvolle Schutzmechanismen vor Infektionen – in beiden Richtungen. Wir halten uns ans Abstands-Regeln, ob es nun Empfehlungen oder Vorschriften sind: Selber zu denken (und zwar längs = verantwortungsbewusst, also nicht quer = verantwortungslos, egoistisch, nationalistisch und verschwörungsgläubig), hilft: Wer etwas versteht, kann es auch umsetzen. Ebenso verlagern wir unsere sozialen Kontakte auf telefonische oder Internet-basierte Kommunikation, also infektionssicher; persönliche Besuche vermeiden auch wir im größtmöglichen Umfang. All dies hat dazu beigetragen, dass nach wie vor kein Mitglied des Peñalosa-Ensembles erkrankt ist. Dass nun, in der zweiten Welle der Pandemie, erneut Konzerte und Gottesdienste, in denen wir auftreten wollten, verschoben werden oder ausfallen müssen, bedauern wir, sehen es aber als unvermeidlich und auch als angebracht an. Wir unterstützen es, dass Veranstalter und kirchliche Einrichtungen mit großer Verantwortung die leider notwendigerweise wieder verschärften Maßnahmen umsetzen, die von Bund, Ländern und Gemeinden angeordnet werden. Wir halten diese Maßnahmen auch von unserer Seite her ein, um vermeidbare Risiken für Sie, geschätzte Besucherinnen und Besucher unserer Konzerte und Mitfeiernde in den von uns mitgestalteten Gottesdiensten, wie auch für uns selbst zu minimieren. Die November-Beschränkungen haben den Anstieg der Kurve der Neu-Infektionen nur geringfügig abgeflacht; für eine wirkungsvolle Senkung der Kurve reichten diese Maßnahmen jedoch nicht aus, weil andere Infektionsrisiken (Busse, Bahnen, Schulen, Schlachtereien, Kantinen etc.) beim damaligen Beschluss noch nicht begrenzt oder verhindert wurden. Ob die nun seit Mitte Dezember geltenden verschärften Beschränkungen den gewünschten Effekt haben, wird sich frühestens nach Weihnachten abzeichnen – wenn sich die Menschen an die Beschränkungen halten! Die Corona-Fallzahlen in Deutschland steigen nach wie vor; inzwischen sind es über 30'000 Neu-Infektionen pro Tag; dazu kommen über 700 Todesfälle pro Tag in Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die sogenannte „7-Tages-Inzidenz“ liegt im Bundesschnitt bislang noch ganz knapp unter 180, in vielen Landkreisen werden auch Marken von 300, 400, 600 oder in derzeit drei Landkreisen sogar Werte von über 1'000 erreicht. Hingegen liegt weit Wochen kein einziger Landkreis unter dem als tolerierbar angesehenen Maximal-Wert von 50. Mehr und mehr Krankenhäuser kommen an ihre Belegungsgrenzen, nehmen nur noch Notfälle auf oder müssen gar Erkrankte in andere Krankenhäuser verlegen, in denen die Belegungswerte ebenfalls drastisch anwachsen; erste Berichte über die Notwendigkeit zur „Triage“, also die Entscheidung der Ärzte, wer ntensivmedizinisch behandelt werden kann und wer nicht (dann meist mit tödlichem Ausgang), lassen keinen Zweifel daran, dass auch ein sehr gut ausgestattetes Gesundheits- und Krankenhauswesen erschreckend leicht an oder über seine Leistungsgrenzen gebracht werden kann. Ob die aktuell bis zum 10. Januar geltenden Einschränkungen nach diesem Termin reduziert werden können oder, was eher zu befürchten ist, aufgrund dann nach wie vor deutlich zu kritischen Infektionswerten weiter verlängert werden müssen, hängt ganz wesentlich davon ab, ob und in welchem Umfang die Menschen die Einschränkungen einhalten. Masken zu tragen, Abstand zu halten und auf vermeidbare persönliche Kontakte zu verzichten, sind keine politischen Statements und schon gar kein Zeichen von falschem Duckmäusertum, sondern sie sind Zeichen von Reife und Verantwortung.
Die deutsche Regierung erlässt Beschränkungen bzw. hält solche aufrecht, die persönlich weh tun, die Einkommen mehr oder weniger stark einschränken und die wirtschaftlich schwerwiegende Folgen haben; sie tut dies aber, um zu verhindern, was ohne diese Beschränkungen unvermeidlich folgen würde: größere persönliche und wirtschaftliche Einschränkungen, weitaus höhere und längerfristige Belastungen bis hin zur drohenden Unfähigkeit, das Staatswesen aufrecht zu erhalten. Die Maßnahmen, die für das Bundesgebiet einheitlich eingeleitet wurden, unterstützen wir nach wie vor ausdrücklich. Wir sehen diese Maßnahmen nicht als unnötige Verbote oder gar als übertrieben an; vielmehr erachteten wir sie als Mindestmaß zum Schutz der Gesundheit aller Menschen in unserem Umfeld an. Die Abweichungen von diesen bundeseinheitlichen Beschlüssen durch einzelne Landesregierungen sehen wir mit kritischem Blick. Zwar rechtfertigt das regional deutlich unterschiedliche Infektionsgeschehen, über die von übergeordneten Stellen festgelegten Maßnahmen hinaus für besonders auffällige Gebiete zusätzliche Einschränkungen zu erlassen, etwa abgestuft nach gewissen Schwellwerten, leicht und nachvollziehbar symbolisiert in Gestalt z. B. von Ampeln. Aber Art, Umfang und Ausgestaltung des Maßnahmen-Katalogs – vor allem in Bezug auf die Durchsetzung und auf die Verhängung von Bußgeldern bei Missachtung – sollten umgehend bundeseinheitlich festgelegt werden, wie dies unter anderem Bundesgesundheitsminister Spahn und Ministerpräsident Söder (Bayern) schon seit vielen Wochen empfehlen. Differenzierte, regionalen Erfordernissen angepasste Maßnahmen können durchaus angebracht und hilfreich sein. Es ist jedoch von zentraler Bedeutung, dass
Zu vermeiden sind hingegen planloser Aktionismus und Unterfangen zur Profilierung einzelner Personen oder politischer Parteien, und dies auf jeder Ebene, vom Ortsverein bis zur Bundespartei. Denn wenn uneinheitliche, nicht aufeinander abgestimmte und somit willkürlich wirkende Maßnahmen am einen Ort verhängt und zugleich am anderen aufgehoben werden, wenn in einer Stadt die Polizei mit großer Präsenz und weitreichenden Befugnissen auf die Einhaltung der Regelungen drängt und in der Nachbarstadt lediglich ein paar Mitarbeitende vom Ordnungsamt um die Einhaltung bitten, und wenn niemand sicher weiß, welche Regeln im eigenen und im Nachbarort gelten (und warum), dann nehmen mehr und mehr Menschen die Maßnahmen als zunehmend zu hinterfragende Einschränkungen der Grundrechte war. Und je mehr Menschen die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen hinterfragen und keine oder zumindest keine brauchbaren Antworten erhalten, um so eher schwindet die Akzeptanz der Einschränkungen. Dass an den Orten, an denen Menschen gegen aus ihrer Sicht nicht (mehr) nachvollziehbare Einschränkungen demonstrieren, leider vermehrt und aggressiv Personen mit rechts-nationalistischem Hintergrund und Anhänger absurdester Verschwörungstheorien den wahren Zweck solcher Äußerungen der Meinungsfreiheit im Rahmen der Versammlungsfreiheit pervertieren und somit das Versammlungs- und Meinungsäußerungsrecht selbst missbrauchen, lehnen wir strikt ab. Dass antidemokratische subversive rechtsnationale Kräfte versuchen, aus Verunsicherung und wirtschaftlichen negativen Auswirkungen der Pandemie Kapital zu schlagen und mit aggressiven, hässlichen, lauten und unverschämten Kommentaren nicht das Geringste zur Lösung der Probleme beitragen sondern demokratische Strukturen zu unterwandern, zu missbrauchen und in ihrer Arbeit zu blockieren, lehnen wir ebenfalls strikt ab. Dass sich seit Mitte April 2020 einzelne Landkreise oder gar Gemeinden (bzw. deren politische Vertreter) das Recht herausnehmen, lokal „Gesetze“ zu erlassen und damit übergeordnete Gesetze auszusetzen, lehnen wir klar ab. Ebenso erachten wir es als nicht angebracht, nicht angemessen und als in der Sache nicht hilfreich, wenn landeskirchliche Verwaltungsstellen weit über ihre Befugnisse hinaus Gemeinden Handlungen erlauben oder verbieten wollen. Das Resultat erinnert mehr und mehr an mittelalterliche Mini-Staaten, in denen Fürsten, Vogte und Kirchenmänner nach Lust und Laune eigene „Gesetze“ erlassen und diese und ihre Einhaltung mit fragwürdigsten bis klar den einzig legitimen, durch Verfassung, Bundes- und Landesgesetze gegebenen Gesetze zuwiderlaufenden Mitteln erzwingen. Die zunehmende Infragestellung und Ignoranz der europäischen Gemeinschaft zugunsten rein nationalem Interesse folgenden Aktivitäten einiger EU-Staaten war bereits vor der aktuellen Thematik, Hilfsgelder an Einhaltung von Rechtsstaatlichkeit zu koppeln, ein deutliches Alarmzeichen; sie führte unweigerlich in die aktuelle Spaltung der EU in solche Staaten, die die EU tragen, und Schmarotzer-Staaten wie Polen und Ungarn, deren autokratische Herrscher fernab jeglicher Rechtsstaatlichkeit, grob gegen Menschenrechte und gegen alle europäischen Werte handeln und das Geld aus EU-Kassen, also das Geld anderer Staaten, mit hämischer Freude für angeblich förderungswürdige, in Tat und Wahrheit hemmungslos überteuerte Projekte annehmen, nur, um es alsbald über die ausführenden Scheinfirmen in ihre privaten Kassen zu überführen. Wir erachten dergleichen als sehr gefährliche Entwicklung, weil sie dem europäischen Ideal des Gemeinwohls und der gemeinsamen Freiheiten in gemeinsamer Verantwortung widerspricht und es rechts-nationalistischen Gruppen und Anhängern oder Verbreitern krudester Verschwörungsphantastereien erleichtert, Staaten wie auch Staatengemeinschaften wie die europäische, ebenso aber auch die amerikanische, zu demontieren und die sozial und verantwortungsbewusst handelnden Gesellschaften und Wirtschaftsordnungen in Chaos und Anarchie zu stürzen und somit mehr und mehr Menschen Gewaltherrschaften auszuliefern. Nationalisten, Autokraten, angebliche Freidenker, Verschwörungsverbreiter und andere Feinde jedes offenen, demokratischen, rechtsstaatlichen und auf Grundlage der Menschenrechte fußenden Staatswesens versuchen, die Pandemie wie auch die Maßnahmen der Regierungen gegen die Pandemie zu ihren Gunsten zu missbrauchen und verbreiten ihre Staaten und Gesellschaften zerstörenden, Angst und Hass schürenden Lügen und Verzerrungen der Wahrheit. Ihre Demonstrationen haben in Wahrheit aber das Ziel, die Infektions- und Todeszahlen zu erhöhen, um Wirtschaft, Gesundheitssystem, Kultur und damit Gesellschaften und Regierungen zu destabilisieren und nach Möglichkeit zu zerstören. Es ist dringende Aufgabe aller Menschen, die in Freiheit, Demokratie, Frieden, sozialer Sicherheit und Wohlstand leben wollen, sich diesen zerstörerischen Kräften im Rahmen der Gesetze und in Vernunft, also mit Fakten und Argumenten, entgegenzustellen, ihnen keinen Raum zu bieten, ihnen die Plattformen zu entziehen und ihre Lügen und Verfälschungen zu entlarven. Und bei allem eine positive Grundstimmung zu bewahren, denn Zuversicht und das Vertrauen in Wissen und Kompetenz der Regierungen ist eine der stärksten Kräfte gegen jede Form des Extremismus. |
|||||||||
|
|
|
Aktueller Hinweis: Wegen der Corona-Pandemie können Veranstaltungen auch kurzfristig verschoben, abgesagt oder untersagt werden. Bitte informieren Sie sich auch in der lokalen Presse oder beim Veranstalter, ob eine Veranstaltung stattfinden kann. Danke.
|
Photo: Wolfgang Albers
... in gehörigem Abstand
zueinander und
zu dem über unsere gelungene Darbietung
hoch erfreuten Publikum